Mein Instagram-Feed und ich haben eine kleine Love-Hate-Beziehung miteinander. Ich bemühe mich endlos, dass alles gut zusammenpasst und perfekt arrangiert ist - auch, wenn es mich gelegentlich in den Wahnsinn treibt. Ich mag weiße, aufgeräumte Zimmer, schön angerichtetes Frühstück, rosa Rosen, gebräunte Haut und perfekt lackierte Nägel. Für langweilige Schinkenbrote und dreckige Wäsche im Zimmer brauche ich kein Instagram. Das ist nämlich Alltag, das hat jeder von uns Zuhause.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Foto-Sharing App über gut gemachte Bilder funktioniert - und auch ich stehe auf scharfes und gut gemachtes Bildmaterial. Doch wie entsteht ein gutes Foto? Wie sollte DAS perfekte Bild auf Instagram aussehen? Diese Fragen stellen uns häufig vor ein Rätsel. Deshalb möchte ich euch in diesem Post vorstellen, wie meine Fotos (auch unabhängig von Instagram) entstehen.
It's all about planning!
An dieser Stelle muss ich ein Geständnis ablegen: In meiner Instagram Galerie (aber auch auf meinem Blog) überlasse ich nichts dem Zufall. Schließlich soll das gesamte Bildmaterial ein, in sich harmonisches, Kunstwerk ergeben. Deshalb ist bei mir alles strikt geplant und durchdacht. Vor Veröffentlichung eines neuen Bildes stelle ich mir daher immer die Frage, was ich euch zeigen möchte oder was euch interessieren könnte. Was kommt bei euch gut an? Gibt es vielleicht aktuelle "Trends"? Was hab ich in den vergenagenen Tagen gepostet? Wie bringe ich Abwechslung in meinen Feed? All diese Punkte lasse ich mir durch den Kopf gehen, um meine mühsam gestaltete Fotowand nicht durch eine unpassende Aufnahme zu ruinieren.How about some inspiration?
Sobald ich mich für ein "Bildthema" entschieden habe, begebe ich mich immer auf die Suche nach Inspiration. Ein Beispiel: In meiner Timeline bin ich bereits hundertfach über frische Schnittblumen gestolpert - nichtsdestotrotz habe ich mich noch lange nicht an ihnen satt gesehen. Es gibt nämlich zig Wege und Möglichkeiten, sie in Szene zu setzen und gekonnt abzulichten.Möchte ich mir ein paar Ideen einholen, sind we❤it und Pinterest meine ersten Anlaufstellen. Aber auch Instagram hat die "Speichern-Funktion" inzwischen eingeführt. Hier kann man gezielt nach Bildern suchen, spannende Schnappschüsse direkt speichern und kategorisieren.
Ich nutze diese Fotos nicht, um sie eins zu eins zu kopieren. Viel mehr sind sie ein wichtiges Hilfsmittel, um verschiedene Ansätze neu zu interpretieren: Was gefällt mir an dem Foto besonders gut? Der Farblook? Der Schärfeverlauf? Die Perspektive? Der Bildaufbau?

- via we❤it -
Just do it!
Erst jetzt geht es ans Eingemachte. Sobald die Idee steht, könnt ihr nach einer geeigneten Location für euer Foto suchen. Dort wird dann das Setting aufgebaut, alles arrangiert und hergerichtet. Sich nicht zwanghaft an die ausgewählten Inspirationen zu klammern, ist der schwierigste Part an dieser Stelle. Wer sich zu sehr an dem archivierten Material orientiert, wird in seiner Kreativität gehemmt. Wechselt gelegentlich eure Position, die Perspektive oder den Fokus. Fühlt euch dazu ermutigt, etwas am Arrangement zu ändern, Gegenstände in eurem Foto auszutauschen oder Dinge zu entfernen, die euch nicht so gut gefallen. Lasst euch für diesen Schritt ruhig Zeit. Je unterschiedlicher und größer im Nachhinein die Auswahl ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid. Wer nur halbherzig bei der Sache ist, wird am Ende auch nicht mit gelungenen Fotos belohnt werden.The final touch!
Sobald alle Fotos im Kasten sind, kommt es nicht selten vor, dass ich mich zwischen 20-30 Bildern entscheiden muss. Natürlich ist das gesamte Material nicht qualitativ gleichwertig: Manchmal bin ich mit dem Fokus nicht zufrieden, dann ist mir der Bildausschnitt zu unspektakulär oder das Motiv wurde ungünstig angeschnitten. Diese Aufnahmen werden konsequent aussortiert und am Ende bleiben meine persönlichen Favoriten bestehen.Mit der passenden Bearbeitung verleihe ich meinen Fotos anschließend noch den gewissen Feinschliff. Diesen nehme ich ausschließlich in Photoshop vor, da mir dieses Programm mehr Möglichkeiten und Freiheiten bietet, als die Apps auf meinem iPhone. Mit ein paar Handgriffen korrigiere ich Schärfe, Helligkeit, Kontrast und bessere unschöne Farbstiche aus.

Ihr seht, ein gut gemachtes Foto ist kein Hexenwerk. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie viel Zeit und Aufwand er in seine Bilder stecken möchte. Die Qualität der Fotos (und des Instagram Feeds) zahlt sich jedoch früher oder später immer aus. Hier habe ich übrigens eure meisten "Foto-Fragen" zusammengestellt und beantwortet.

14 Kommentare
Ich poste aber auch gerne irgendwelche Schnappschüsse vom
IPhone mal so zwischendurch, das fällt natürlich auf aber
es soll ja keine Verpflichtung sondern aus Spaß sein. :) Antworten
x Gitta // www.gittawitzel.com Antworten
Full Of Diaries, Neri
www.full-of-diaries.blogspot.com Antworten
Hab noch einen schönen Sonntag!
Viele Grüße
Juli von Lebenlautundleise
GEWINNSPIEL Antworten
Liebe Grüße
Stephi // http://stephisstories.de Antworten
ich glaube inzwischen gibt es Photoshop tatsächlich nur noch gegen einen monatlichen Beitrag. Ich habe es damals jedoch noch eine CD zur Installation erhalten. :)
Antworten
-Kati
Almost Stylish
Antworten
Übrigens danke für deinen Kommentar - habe dir auf meinem Blog geantwortet :)
Liebe Grüße ♥
Hang
http://hang-tmlss.de
Antworten
Jetzt muss ich dich erstmal auf Instagram suchen und mir ein wenig Inspiration holen! :)
Ganz liebe Grüße,
Tina Antworten
Bin auch kein Fan von 0-8-15 Bildern, welche mal eben schnell vorm Spiegel oder einer einfachen Wand aufgenommen werden.
Danke für die tolle Inspiration!
Wünsche dir ein tolles Wochenende!
Bernd - styleandfitness.de Antworten
liebe Grüße,
Helena von www.hypeznvibez.blogspot.de Antworten
Liebste Grüße
Heidi von wilderminds.de Antworten
Ich würde mich freuen. :)
Liebe Grüße Pierre von Milk&Sugar Antworten
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